Kohlköpfe
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Viel wird über sie gesprochen und geschrieben. Doch was heißt Bodenfruchtbarkeit eigentlich praktisch? Wenn ein Boden eine hohe Fruchtbarkeit hat, bedeutet das, dass dieser Boden ohne die Zufuhr allzu großer Mengen externer Mittel eine reichhaltige Ernte bereithält. Sie ist die Grundlage des Leitspruches des Öko-Landbaus: Der Boden ernährt die Pflanze – nicht der*die Landwirt*in. Das ist doch ganz logisch und intuitiv möchte man meinen, aber dieses Konzept ist ein fundamentaler Unterschied zum konventionellen Landbau. Dort wird mit Hilfe von externen synthetischen Düngemitteln die Pflanze direkt ernährt, quasi direkt über das Blatt. Der Boden dient so hauptsächlich als physische Stütze der Pflanzen. Und das Ganze wirkt mit vielen Wechselwirkungen in alle Richtungen. Denn wenn die Bodenfruchtbarkeit reduziert ist, dann sind die Gärtner*innen und Landwirt*innen darauf angewiesen in einem hohen Maße auf externe Mittel zurück zu greifen, um überhaupt akzeptable Erträge zu erwirtschaften.
Unser Fokus liegt auf dem Erhalt und der Steigerung der Bodenfruchtbarkeit. Es gibt viele Stellschrauben, über die das funktionieren kann. Es gibt im Wesentlichen drei Bereiche die dabei relevant sind: die Bodenchemie, -physik und -biologie. Bei der Bodenchemie geht es darum, dass genug Nährstoffe vorhanden sind, um gesunde Pflanzen zu produzieren. Neben den Hauptnährstoffen (Stickstoff, Kalium, Phosphor) geht es da besonders um die Mikronährstoffe (bspw. Bor), die neben der Wüchsigkeit auch im Besonderen die Gesundheit der Pflanzen beeinflussen. Im Bereich der Bodenphysik ist es ein Anliegen bspw. möglichst wenig Bodenverdichtung zu produzieren.
Die Biologie eines Bodens ist aber vielleicht der wichtigste Faktor, denn ein toter Boden produziert auch keine gesunden Pflanzen. Eine schonende Bodenbearbeitung ist dabei ein Schlüssel zum Erfolg. Es ist zudem wichtig, dass die Nahrungsketten im Boden gefüttert werden. Das passiert unter anderem dadurch, dass organisches Material wie zum Beispiel Laub in den Boden eingebracht wird. Verschiedene Bakterien, Insekten oder Pilze verwerten dieses dann und werden kurze Zeit später die Nahrung für andere Organismen. Ein biologisch-gesunder Boden kann allein durch diese Aktivität vieles an Pflanzenkrankheiten unterdrücken und vorbeugen. Deshalb setzen wir uns bei unserem Boden auch dafür ein, dass wir ihn so wenig wie möglich schaden und darüber hinaus sogar positiv beeinflussen.
Aus diesem Grund möchten wir organischen Mulch, Pflanzenkohle, Komposttee, Brennnesseljauche, Kompost, Zwischenfrüchte und ähnliche Methoden und Materialien anwenden.